Tuesday, 3 June 2014

Einleben

Um an die Giebelkreuz-Thematik von gestern anzuschließen: Ich bin der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich (BLZ 34000) ausgehatscht.

Der Grund dafür ist, dass man allem Anschein nach mit einem Australischen Konto besser bedient ist, als ohne. Ich hätte heute versucht, die Kosten für meinen Aufenthalt in Kooloobong Village von umgerechnet zirka 3562€ zu begleichen.
Zuerst mit Visa. Das führte nur zu folgender Fehlermeldung, die mir aber das Informatikerherz höher schlagen lässt (vor Wut):

Gut, denke ich mir, dann halt mit klassischem Bankeinzug. Auf das hinauf, hat mir die sehr nette Dame von der Rezeption gesagt, dass nur Australische Banken für diesen Modus in Frage kommen.

Also bin ich gleich zum Campus marschiert wo die National Australia Bank eine Filiale hat. Dass es auch im Finanzdienstleistungssektor bei den Australiern etwas freundlicher zugeht, merkte ich, als mich dort die Schalterbeamtin mit den Worten "what can I do for you, sweetie?" begrüßte.
Das gefiel mir und ich eröffnete auch gleich ein Konto.

Aber genug geschrieben, hier einige Fotos vom Weg in die Stadt:


Kooloobong Village, da wohne ich

An der selben Stelle wie obiges Foto gemacht, habe mich nach rechts gedreht






Hendl laufen bei uns überall herum

Wer kennt das nicht: Nachdem die Unimarkt-Verkäuferin die Einkäufe über den Barcode-Scanner geschoben hat, bezahlt man und schon schießen die Produkte vom Kassennächsten daher. Stress pur, besonders wenn man die Kunst des flinken Sackerleinräumens nicht beherrscht, so wie ich.
Auch in diesem Spannungsfeld setzt der jüngste Kontinent neue Maßstäbe: Bei Coles hat jede Kassa eingebaute Sackerlaufspanner. In diese Sackerl legt der Kassier die Ware nach dem Barcode-Scannen hinein. Wenn es voll ist, schnürt er es zu, legt es zur Seite und fängt ein neues an.
Ich war ganz Baff wie ich das gesehen habe.



Apropos Baff:
Erdäpfel, solche Trümmer
"Was wird sich der Matthias denn Feines gekauft haben?", fragt sich jetzt sicher einer meiner zahlreichen Leser.
Hier kommen die Highlights meiner ersten Einkaufstour:

Neu und lecker: Erdnussbutter um nur 2€

Gemüse, herausgebacken: 4€
Zum Schluss noch ein Blick von unserem Balkon:

Und ganz zum Schluss noch, wie das letzte Mal versprochen, ein Blick aus meinem Schlafzimmerfenster bei Tag:
Hinter den Bäumen liegt das Meer
Blick aus dem Fenster, mit Zoom: Drei Fallschirmspringer

Monday, 2 June 2014

Die längste Reise

Ich bin in Australien!

Von München bin ich mit Etihad Airways zehn Stunden nach Abu Dhabi geflogen. Habe in München Michael Vierhauser getroffen, der mit derselben Maschine geflogen ist. Er besucht die ICSE in Hyderabad und ich soll Hoa Dam recht schöne Grüße von ihm ausrichten.

Wiege der Zivilisation

Mos Eisley Kantine in Abu Dhabi

Nach kurzem Aufenthalt am Flughafen von Abu Dhabi mit Michael in einem Café gings wieder mit Etihad weiter nach Sydney. Die 13 Stunden vergingen wie im Flug...

Als ich in Sydney angekommen bin, wurde ich nicht verhaftet.
Ja, das hat mich auch gewundert.

Auf der Busfahrt von Sydney nach Wollongong, die von der Uni bezahlt wurde, habe ich zum ersten Mal Wollongong gesehen. Ich fühlte mich sofort heimisch, weil Wollongong auch ein bisschen Stahl produziert und man -wie in Linz- die Hochöfen und die Dampfwolken schon von weitem gut sehen kann (Foto wird nachgereicht).
Beim Blick über die Stadt ist mir aber leider kein Giebelkreuz aufgefallen. Das hätte noch gefehlt.

Im Studentenheim (Kooloobong Village) bin ich dann sehr freundlich aufgenommen worden. Ich habe einen Fragebogen ausgefüllt, wo ich nur gefragt wurde, wie positiv ich die Welt sehe (sehr) und habe auch gleich meinen Schlüssel bekommen.

Es stellt sich heraus, dass das Zimmer ohne Bettwäsche ausgeliefert wird, deswegen bin ich, nachdem ich die Koffer im Zimmer abgestellt habe, gleich ins Einkaufszentrum in Wollongong gefahren.

Es folgen einige Eindrücke von dem Weg dorthin:


Wollongong ist vom Meer und von einer dicht bewaldeten Hügelkette umgeben
Vorm Studentenheim grasen Pferde
Teich am Universitätscampus


St. Michael Kirche im Stadtzentrum von Wollongong

Wieder im Studentenheim angekommen, habe ich zwei meiner drei WG-Kollegen kennengelernt:
Michael aus Australien, er studiert Politikwissenschaften und Wirtschaft, und Ayaká aus Japan, sie studiert Englisch und möchte Englischlehrerin in der Heimat werden.

Michael
Ayaká


So schaut unsere WG aus:

Wir teilen uns Küche, Wohnzimmer und Bad


Wir haben einen Balkon

Blick aus meinem Fenster bei Nacht (Bild vom Tag kommt morgen)